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Überspannungen und zum Aufbau von Gleichgewicht zwischen Spannung und Entspannung. Im Autogenen Training verbinden wir die geistige, gefühlsmäßige und körperliche Ebene mit autosuggestiver Selbstbeeinflussung, die sich mittels Körperwahrnehmung auf Zustandsveränderungen in den Organfunktionen richtet. Wir werden uns unserer Ganzheit bewusst und lernen ganzheitlich zu leben. Mit dem von Prof. J. H. Schultz (1884-1970) entwickelten Autogenen Training (AT) ist es möglich, selbstgesteuert Entspannung zu erzeugen. Autogenes Training heißt, mit eigenen suggestiven (d. h. selbstbeeinflussenden) Kräften körperliche und seelische Entspannung einüben und hervorrufen zu können.
Empfindungen, die beim Autogenen Training auftreten, lassen sich mit Vorgängen im Organismus erklären Die Übungen des Autogenen Trainings bewirken nachweisbare Entspannung in unserem Körper. Suggerieren wir uns z. B. eine Wärmeempfindung im Autogenen Training, kommt die Wärmewahrnehmung dadurch zustande, dass sich Blutgefäße in den angesprochenen Körperbereichen erweitern.
Das Autogene Training hat ein allgemeines und ein spezielles Ziel. Zum einen wird eine umfassende Entspannung sowie eine dauerhaft bessere Regulation der Körpersysteme gefördert; dies entspricht einer umfassenden Änderung des Erregungsniveaus. Zum anderen, lässt sich die eingeübte- Entspannungsfertigkeit nutzen, um sich in jeder belastenden Situation sofort durch Einsatz des Erlernten helfen zu können. Auch bei ursprünglich körperlichen Leiden ist das Autogene Training hilfreich.
Literaturhinweise:
Helmut Brenner: Autogenes Training - Der Weg zur inneren Ruhe, Pabst, Lengerich, 2004
Helmut Brenner: Autogenes Training Oberstufe - Wege in die Meditation, Trias, Stuttgart, 1999
Bernt Hoffmann: Handbuch Autogenes Training - Grundlagen, Technik, Anwendung, dtv, München, 1997
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